Über Lieschen Müller, den Piefke, den Quietschboy,
Mr. Wunderbar und Mrs.Sommer, ganz allgemein.
Das Selbermachen und die seltsamen Fügungen des Lebens an sich.

Sonntag, 8. Februar 2015

Der alte Hocker und Grannys Square




An einem regnerischen, kalten Tag begegnete mir ein Holzhocker. Mutterseelenallein stand er auf der Strasse. Schön war er nicht unbedingt, eher klobig und so viereckig. Und doch habe ich ihn mitgenommen. So ganz wusste ich nicht, was ich mit dem Ding anfangen wollte.

Eine Weile stand er nur herum. Er diente Lieschen Müller und dem Piefke als Sitzgelegenheit beim Zähneputzen, ja das habt Ihr richtig gelesen. BEIM ZÄHNEPUTZEN, denn es ist vollkommen unmöglich dabei zu stehen, man müsste ja einen Kreislaufzusammenbruch befürchten.

Der Hocker war also praktisch und leider auch nicht sehr hübsch.An einem weiteren regnerischen und kalten Tag, packte ich meine Wollreste aus und wollte mich eigentlich an einem Granny Square versuchen. Der Hocker stand, aus welchem Grund auch immer im Wohnzimmer und störte mein Auge empfindlich. Und während ich so häkelte kam mir der Gedanke man könne doch das Granny Square einfach erweitern und vergrößern bis es die hässliche braune Fläche des Hockers bunt umhüllt und somit mehr Freude in mein Sommerhaus bringt.

Also häkelte ich drauf los, eine Vorlage hatte ich nicht und es wurde etwas krumm und schief. Aber definitiv bunt und hübsch anzusehen.
Inzwischen durfte der Hocker mit uns umziehen und in unserem neuen Domizil fristete er eine Zeitlang ein unscheinbares Dasein in irgendeiner Ecke. Denn der Piefke und Lieschen Müller sind inzwischen ja in der Lage länger als 3 Minuten zu stehen.. ( aber auch auf keinen Fall länger als vier.)

Seit etwa 4 Wochen hat der Hocker nun einen ultimativen Platz gefunden . Er schmückt meine Nähecke und dient mir als Sitzgelegenheit bei meinen Nähaktionen und allein ihn anzusehen macht mir Lust darauf zu sitzen.



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